autogam

(gr.-nlat.) sich selbst befruchtend (Biol.), Autogamie Selbstbefruchtung, geschlechtliche Fortpflanzung ohne Partner


Ich begann meine Karriere als Künstler mit einer Serie von Landschaftsbildern, die am ehesten dem Blick aus einem Flugzeug entsprachen. In weiterer Folge machte ich Elemente, die ich zur Strukturierung einzelner Flächen verwendete, zum Thema abstrakter Bilder, bei denen es nicht um Abstrahierung ging sondern vielmehr um die bildliche Niederbringung einer Möglichkeit wie organische Strukturen funktionieren können.

Im Grunde genommen sind alle Bilder Skizzen für eine Idee, die ich weder verbal noch bildlich ausformulieren kann. Dies führte dazu, dass äußere Einflüsse als Quelle meiner Arbeit immer mehr an Bedeutung verloren. Die Basis meiner Arbeiten sind meine Arbeiten und dies nicht nur in inhaltlicher Hinsicht. Mit Hilfe audiovisueller Medien, vorerst Super 8 Film und Fotokopierer und in weiterer Folge Video, digitale Fotografie und Computer wurde die bildliche Information der Gemälde in komplett neue Arbeiten transferiert.

Für das Projekt „cultural sidewalk“ bildete der Scan eines Gemäldes die Basis für eine semitransparente Computergrafik, die mittels Siebdruck auf Selbstklebefolie transferiert wurde.

„dadurch, dass sich das dahinter in welcher geschwindigkeit auch immer bewegt, entsteht ein sich ständig veränderndes bild“ wurde durch diese Folie in Super 8 gefilmt, geschnitten und danach auf Video transferiert und vertont.

„litze“ ist eine Videoarbeit, die am Computer aus den Schnittstellen von Super 8 Filmen animiert und digital vertont wurde.

„bubble eyes“ ist ein Video, das auf der Überlagerung eines Gemäldes, durch einen Super 8 Film basiert.

„Rotation“ ist eine Endlosschleife animiert aus digitalen Fotografien einer Arbeit, die aus Fotokopien eines Bildes Acryl/Leinwand collagiert wurde.

Autogamie ist nicht als abgeschlossenes Projekt sondern als künstlerische Strategie ohne vorausprogrammiertem Ende gedacht.

Beabsichtigt ist es ein Konvolut von Arbeiten zu schaffen, die aus Vorangegangenem generiert das Basismaterial für das Folgende liefern.

Präsentiert sollen diese Arbeiten als raumbezogene Installation werden, in der Video- und Diaprojektionen in Interaktion mit Bildern auf Leinwand, Monitoren und kinetischen Objekten treten.

2002