KNOWN UNKNOWNS

(an exploration journey)

Eröffnung am Dienstag, 5. September 2023, 19:00 Uhr

 

Begrüßung: Rainer Nöbauer-Kammerer (MAERZ)

 

Ausstellungsdauer: 6. – 28. September 2023

Öffnungszeiten: Di – Fr: 15.00 – 18:00 Uhr

 

Künstler- und Künstlerinnenvereinigung MAERZ

Eisenbahngasse 20, A-4020 Linz

Tel: +43 732 771786

 

Between Artists: Claus Prokop  im Gespräch mit Florian Voggeneder am 14. September 2023, 19.00 Uhr

 

[…] there are known knowns; there are things we know we know. We also know there are known unknowns; that is to say we know there are some things we do not know. But there are also unknown unknowns – the ones we don't know we don't know. – Donald Rumsfeld: Pressekonferenz vom 12. Februar 2002

 

Die Ausstellung widmet sich dem Suchen, dem Experimentieren und dem Ordnen, dem Bekannten und dem Unbekannten. 

 

Als Synonym für das Vordringen in unbekannte Welten stehen Objekte, die Raumfahrt zum Thema haben. Die Faszination bezieht sich dabei vor allem auf die Anfänge der Eroberung des Alls und Science-Fiction des letzten Jahrhunderts – deren ironischer Aspekt dadurch zu tragen kommt, dass die damalige Zukunft mittlerweile Vergangenheit ist. Die Objekte wurden aus Resten technischer Geräte sowie aus rohem Aluminium gebaut, wobei eine gewisse handwerkliche Imperfektion Teil des Konzepts ist. 

 

Begleitet werden diese von Dingen, die das Potenzial haben, als bedeutungsvoll erachtet zu werden. Die museal wirkende Präsentation hinterfragt die Wertigkeit von Gütern und die Möglichkeiten der Instrumentalisierung von Geschichte und Forschung. Die Bandbreite reicht von Skizzen- und Kontextmaterial, über Nebenprodukte künstlerischer Arbeit bis zu Gebrauchsgegenständen. Darüber hinaus verweisen morbide anmutende naturwissenschaftliche Präparate auf existenzielle Fragen. 

 

Auch wenn der Übergang zwischen den einzelnen Werkgruppen fließend ist, nehmen Malerei und Zeichnung einen besonderen Platz ein. Ähnliche jedoch im Detail unterschiedliche Objekte stellen das formale Motiv dar, Grundthema ist Chaos und Ordnung und die Suche nach den zugrunde liegenden Prinzipien. Das einzelne Bild stellt dabei immer nur einen Ausschnitt aus einem größeren Ganzen dar. In Form von Momentaufnahmen werden mögliche Ordnungen und dahinter liegenden Systeme, wie sie sowohl im Micro- als auch im Makrokosmos zu finden sind, abgebildet.